Montag, 10. Oktober 2011

Start des Wintersemesters 2011/12

An alle Studis dort draußen:
Ich wünsche euch einen grandiosen Start ins neue Semester!

Das waren noch Zeiten, als ich frühmorgens im Dunkeln mit der S9 und anschließend in einem völlig überfüllten Bus in die Uni gefahren bin, um mir die kuriosesten Vorträge anzuhören und währenddessen Ausreden zum Schwänzen in der Cafete zwecks Besänftigung meines schlechten Gewissens suchte. 

Beschäftigen durfte ich mich während meines kurzweiligen Studiums (Hüsterchen) mit einem Prof der Wirtschaftswissenschaften, der mich zwar mit seinen schnieken Anzügen beeindruckte, uns aber vorrechnete, mit welchen Anlagemethoden man sich (oder wahrscheinlich Mann) bestenfalls vor dem 30. Lebensjahr einen Porsche leisten kann. So begeistert wie ich von seinen Anzügen war er von Leerverkäufen und was der Teufel was. Tolle Wurst. Dank dieser Vorlesung hatte er meine -wenn auch oberflächlichen- Sympathien gänzlich verloren. Nach Ausbruch der Finanzkrise ließ es sich übrigens die Haare wachsen, rasierte sich nur noch unregelmäßig und wurde ab und an sogar ohne Krawatte gewichtet. Die Interpretation dieser Zusammenhänge überlasse ich den Leserinnen und Lesern.

Weiterhin lernte ich zu viel über den great vowel shift des Englischen, kämpfte mit Faulkners verschachtelten Sätzen, entdeckte meine Liebe für Paul Auster und postmoderne amerikanische Literatur, wurde Meisterin der Sammeleintragungen in Anwesenheitslisten, trank so viel Kaffee (blond und süß mit viel Milchschaum), dass man damit das Tote Meer wieder füllen könnte, machte kleine Nickerchen in der obersten Etage der Bibliothek und kämpfte mich letztendlich durchs Staatsexamen. Ja, richtig. La Jules ist fertig mit der Uni und kann ihr Glück kaum glauben. Wahrscheinlich wird es mir erst richtig bewusst, wenn ich beim Schwarzfahren erwischt werde, weil ich vergessen habe, dass ich nun gar kein Semesterticket besitze.

In diesem Zusammenhang muss ich einen Satz klauen:
WIE GEIL IST DAS DENN???

By the way: Alle Studis in NRW zahlen nun keine Studiengebühren mehr und können das Ersparte in Fachbücher, bunte Stifte und das teurere Essen in der Mensa investieren...oder eben bei tollen Unipartys auf den Kopf hauen.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein erfolgreiches Semester!


Eure Jules







Donnerstag, 21. Juli 2011

Gastbeitrag

Liebe LeserInnen,

ich bitte um einen famosen Trommelwirbel!
Es folgt ein Gastbeitrag unseres ehemaligen Juso-Sprechers Jan Lichtwitz...Tadaaaa:

Samstag, 9. Juli 2011

Unglaublich!

Einen Tag vor dem BürgerInnenentscheid über den Erhalt des Freibades im Nizzatal versuchen CDU, FDP und SLB mit allen Mitteln, die Velberter Bürgerinnen und Bürger zu täuschen.

In einer großen Anzeige im Supertip http://www.supertipp-wochenpost.de/titelseiten/index.html und Stadtanzeiger verkünden sie eiskalt, dass das Nizzabad gerettet sei und fordern alle auf, bei der Frage "Soll das Freibad im Nizzatal in Velbert-Langenberg erhalten bleiben?" mit Nein zu stimmen.

Da frage ich mich ernsthaft: Gerettet? Geht´s noch?

Klar bleibt das Hallenbad geöffnet - aber was soll ich da denn bitte im Sommer bei Sonnenschein und 25 Grad?! Ist irgendwie nicht so cool!

Außerdem wird das Lehrschwimmbecken in Nierenhof geschlossen, also müssen Schulkinder, VereinssportlerInnen und behinderte NutzerInnen in das Hallenbad ausweichen. Wie viel Zeit bleibt dann noch für uns zum Schwimmen? So gut wie nichts!

Was ein Unsinn also von CDU, FDP und SLB, zu schreiben, das Bad sei gerettet. Da merkt man, dass sie entweder noch nie in einem öffentlichen Schwimmbad waren oder gestern ein Bier zu viel getrunken haben - Whatsoever!

Also:

Wer wie wir will, dass das Freibad in Langenberg erhalten bleibt und absolut keine Lust hat, im Sommer im Hallenbad zu schwimmen oder sich in ein überfülltes Becken in Neviges zu quetschen, muss morgen mit "Ja" stimmen!

Denkt auch daran, auch eure Familien und Freunde nochmal zu erinnern!

Freitag, 8. Juli 2011

Gleiches Recht für alle!

Anders kann ich es nicht ausdrücken:
Die Langenberger Redaktion der WAZ hat sich mit ihrem Artikel vom 7. Juli 2011 einen Fauxpas erlaubt, der ein latentes Fremdschämgefühl in mir hochkommen lässt. In meinen eigenen vier Wänden würde ich sagen, dass die dortigen Damen und Herren zu viel Bauschutt geraucht hätten.

Japp, ich weiß, wir leben (thank God!) in einer Demokratie. Auch wenn mir Formulierungen wie "kostenneutrale Finanzierung in privater Trägerschaft" Magenschmerzen bereiten, so spiegeln sie lediglich eine andere Meinung wider, die auch eine Jules gefälligst zu akzeptieren hat. Wenn jedoch vermeintlich neutrale Zeitungsredaktionen nur EINE Facette verschiedener Ansichten, Überzeugungen und Argumente in ihren Berichten berücksichtigen, so bleibt mir nur zu sagen: "Dislike!" 
Bisher wurde in deratigen Berichterstattungen nämlich penibel darauf geachtet, KEINE Parteien zu erwähnen. Stattdessen war 'nur' von Vereinen und der Bürgerinitiative die Rede, um eine gewisse Presseneutralität zu erhalten. Parteien und Jugendorganisationen, die ebenfalls eine Schließung des Nizzabades ablehnen (Jusos, Solid, Grüne und SPD seien an dieser Stelle beispielhaft genannt) wurden mit keinen Wort erwähnt. Falls ich mich irre: Immer her mit den Beschwerden!
Nun frage ich mich jedoch, wie es die CDU geschafft hat, pünktlich zum Start des Wochenendes und so kurz vor dem BürgerInnenentscheid am kommenden Sonntag, ihre Meinung zu den Sparplänen der Stadt und der damit verbundenen Schließung des Freibades in Langenberg der Welt preiszugeben. An dieser Stelle sollte das gleiche Recht für alle gelten...mich hat die WAZ nicht gefragt. Irgendwie auch sonst niemanden außer Herrn Bolz.


Mittwoch, 29. Juni 2011

Aufruf zur Kunstprozession




Liebe Jusos,
liebe Leserinnen und Leser,
die Bürgerinitiative "Pro Nizzabad" kämpft momentan für den Erhalt des Schwimmbades in Velbert-Langenberg. Die Jusos sind natürlich dabei und unterstützen die Initiative bei der Werbung für den Bürgerentscheid am 10. Juli 2011.
An dieser Stelle möchte ich den Aufruf von "Pro Nizzabad" mit euch teilen. Glaubt mir, es lohnt sich und wird kunstvoll!

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Die Segel sind wieder da!
Unser Langenberg Künstler Norbert Bauer, inzwischen auch durch seine Ruhr-Atolle im Rahmen der Kulturhauptstadt weit über unsere Region bekannt, führt zusammen mit dem Kunstverein Langenberg und unserer Bürgerinitiative am Sonntag, dem 03.07.2011, eine ganz besondere Aktion durch. Dabei erinnert er an seine sehr beliebten Ausstellungen „Tuchfühlung I + II“. In Rahmen einer Kunstprozession werden nach 13 Jahren die Segel der Tuchfühlung I Ausstellung zum Nizzabad getragen. Klar, natürlich mit musikalischer Untermalung, wie es sich für eine Prozession dieser besonderen Art gehört.
Wer Norbert Bauer kennt, wird natürlich auch eine themenspezifische Performance erwarten. Nicht umsonst. Die Teilnehmer dieser wohl einmaligen Kunstprozession werden zum Mitmachen aufgefordert und tragen häufig einen sauberen Eimer in Normalgröße mit sich. Ganz einfach deshalb, weil unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger es gewohnt sind, sich aktiv nicht nur für die Belange ihrer Stadt einzusetzen, sondern auch mit ihren aktuellen Problemen auseinanderzusetzen.
Die Segel werden dann im malerisch gelegenen Nizzabad aufgestellt und bieten euch für einen kurzen Zeitraum die einmalige Gelegenheit, ein Kunstfreibad zu besichtigen. Einen kleinen Vorgeschmack vermittelt euch das beigefügte Bild. Und natürlich wird die Eröffnung mit einem gemütlichen Picknick gebührend gefeiert. Also bringt euch Decken und als das mit, was man für ein sonntägliches Vergnügen so braucht. Kuchenspenden und der kleine Snack für den Nachbarn sowie die spontanen Gäste sind willkommen. Auf den Einsatz von Grills und alkoholischen Getränken wollen wir aber verzichten.

Wir würden uns freuen, wenn ihr uns, über alle Parteigrenzen hinweg, mit eurem Besuch der Veranstaltung unterstützten würden.
Ganz besonders freuen würden wir uns über diejenigen, die schon im Vorfeld signalisieren:
„Wir packen mit an!“ Soll heißen, wir sind bereit, eines der Segel mit zu tragen. Die Segel werden über zwei Dachlatten fixiert und sind bequem von zwei Personen zu transportieren. Es stehen rund 60 Segel zur Verfügung. Je mehr davon im Rahmen der Kunstprozession zum Nizzabad gebracht und dort ausgestellt werden können, umso eindrucksvoller wird diese Aktion werden. Gut, wenn wir schon im Vorfeld wissen, auf wen wir dabei bauen können.

Diese Aktion dient dazu, deutlich zu machen, wie viel Potential Langenberg in Sachen Kunst, Kultur und Nahtourismus hat. Und das dieses Potential durch das Nizzabad mit seinem Freibad nachhaltig gestützt wird. Aber auch, dass dieses Freibad einen ganz besonderen Stellenwert für unsere Kinder und Kindeskinder hat. Denn schließlich soll Velbert eine familienfreundliche Stadt bleiben!

Hier noch einmal die Eckdaten:
Beginn: 11.00 am Bürgerhaus, Ausklang mit einem Picknick im Nizzabad bis um ca. 17:00 Uhr!
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Sonntag, 26. Juni 2011

Die Jusos gehen planschen.

Dass wir als Velberter Jusos für den Erhalt des Nizzabades sind, sollte mittlerweile verständlich geworden sein. Falls es dennoch weiterhin jemanden geben sollte, der/die damit nicht einverstanden sein möchte, so kann er/sie sich gerne an uns wenden. Wir möchten nämlich nicht, dass die Telefonseelsorge und -beschwerdestelle unseres SPD-Ortsvereins weiter belastet wird.

Whatsoever, wir haben am Freitag auf dem Wochenmarkt in Velbert-Mitte die Bürgerinitiative Pro Nizzabad und deren Eisbärendamen unterstützt und den BesucherInnen des Marktes gezeigt, welche Alternative(n) es für das Nizzbad gibt: Planschbecken, sonst nüscht.

So ist der Sommer ohne Nizzabad.


Zur Erinnerung:
Am 10. Juli können die Velberter Bürgerinnen und Bürger für den Erhalt des Nizzabades stimmen. Da ich zugeben muss, dass es sonntags schönere Dinge geben kann als das richtige Wahllokal zu suchen, empfehle ich die Briefwahl. Die Unterlagen können online (jaha, unser Städtchen wird modern!) bei der Stadt Velbert angefordert werden.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Was wäre wenn...

Gestern war Sommeranfang. In den Geschäften gibt es mittlerweile Bademoden, Sandalen, Sonnenbrillen und Hippieröcke zum Sale-Preis. An dieser Stelle gebe ich Patricia Riekel ausnahmsweise recht: Viel zu früh, denn der Sommer hat sich irgendwie ein wenig verlaufen, so dass meine Laune auf Mojitos mit im Wasser baumelnden Füßen und einer Aviator auf dem Näschen gen Null gesunken ist. Dennoch, er wird sicherlich kommen! Ich muss mich dann auch nicht mehr mit Schirm und Gummistiefeln auf die Suche nach einem neuen Bikini machen, der im Idealfall aussehen soll wie AP's "Stacey". Whatsoever...

Nun stelle man sich trotz der Regengüsse des heutigen Tages vor, es ist so heißt, dass man bereits morgens um 5:00 Uhr wach wird. An Schlaf ist wegen der Hitze absolut nicht zu denken. Die Pfefferminzpflanze für den Mojito ist bereits vertrocknet. Die Eiswürfel in Herzform mussten im Tiefkühlfach Platz machen, da sich dort zwecks Erfrischung diverse Kleidungsstücke befinden. (Es gab da mal so eine Werbung eines Herstellers von koffeinhaltigen Kaltgetränken, aber lassen wir das)

Was nun? Ein Freibadbesuch muss her! In Velbert hatten wir mal den Luxus, drei dieser Art zu haben. Für jeden Stadtteil eins: Mitte, Neviges, Langenberg. Letzteres soll zwecks Sparfuchserei dicht gemacht werden und hat für diese Saison erst gar nicht eröffnet. In einer Stadt, in der die Suche nach ein wenig öffentlichem Luxus vergebens ist, stellen diese drei Bäder ein grandioses Spektakel dar! 
Allen, die jetzt denken: "Na und???", sei gesagt: Dann geht doch eben in Papis Pool schwimmen!!!

Ansonsten teilen die Velberter Jusos gerne ihre Pools mit allen, die eine Erfrischung brauchen. Am Freitag, den 24. Juni 2011 sind diese (also Jusos & Pools) ab 10:00 Uhr auf dem Europlatz in Velbert-Mitte zu finden. Irgendwo zwischen den Markständen.

Bis dahin,
La Jules